Geschichte

Um Alsenbrück-Langmeil ranken sich viele Geschichten; über die damaligen Kurfürsten, Geschichten der Alsenz und von Napoleon.

Es gibt Hinweise darauf, dass Alsenbrück in der Nachbarschaft des Sattlerhofes, einem fränkischen Königshof, im 6. oder 7. Jahrhundert entstand. Schon damals war hier die Kreuzung weitreichender Ost-West / Nord-Süd Strassen ein Punkt, an dem reger Handel betrieben werden konnte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Alesencen, wie Alsenbrück damals noch hieß, ca. 987 n.Chr.. Aber auch in dieser Zeit gab die Alsenz  (Alesence) den Namen für unsere Gemeinde.

Im 13. Jh. regierten in unserer Region die Kürfürsten von der Pfalz (damals hießen sie noch Pfalzgrafen), die uns in den Besitz des Klosters Otterberg gaben. Die Vogtei wurde allerdings von niederadligen Lehnsherren "regiert", in unserm Gebiet den Herren von Flersheim (Flörsheim). 
 
 
 
Die Gemeinde veränderte sich, als in den Jahren 1807-1811 ein gewisser Napoleon  durch das Land zog und bei uns kampierte. Seine Schergen mussten eine Brücke über die Alsenz bauen, damit seine "Alte Heerstrasse", nachher als Kaiserstrasse umbenannt, durch das Land gehen konnte. Zu dieser Zeit genoss Napoleon schon das ruhige Leben in unserer Gegend. Überliefert sind nur die Obstbäume, die ihm angeblich sehr gefallen haben, aber das man daraus auch berüchtigte Obstbrände herstellen kann, verschweigt die Geschichte. So schwelgte Napoleon bestimmt nicht nur von der Natur, den leicht geschwungenen Hügeln zum Donnersberg hinauf, sondern bestimmt auch von den Festen der Einheimischen. Diese Strasse wurde übrigens später als Via Regia bezeichnet (www.via-regia.org).
 
Erst mit dem beginnenden zweiten Drittel des 18. Jh. kam Alsenbrück ebenfalls an die Grafschaft Falkenstein. Dies war die Zeit, in der auch an der alten Ost-West-Straße das immer zu Alsenbrück gehörende Dorf Langmeil entstanden ist. Auf Alsenbrücker Gemarkung lagen auch die im 30-jährigen Krieg untergegangenen kleineren Siedlungen Redelsheim und Ganenbach. Das Dörfchen Wiesenbach wurde nach dem Krieg wieder an einer anderen Stelle aufgebaut, dem heutigen Wäschbacherhof.

Im Jahre 1979 wurde die Gemeinde Alsenbrück-Langmeil von Winnweiler eingemeindet.

 

Uznamen

 

Wie viele Örtchen in RheinlandPfalz so haben auch Alsenbrück uns Langmeil sogenannte Eigennamen.

Die "Wammes" waren die Vornehmen Leute der Umgebung. Man sagt Ihnen nach, sie seien immer in ihren festlichen Gaderoben auf die Strasse gegangen. Dies soll auch der Grund gewesen sein, warum Napoleon lieber hier Rast gemacht hat und nicht in Winnweiler. Der jetzige Name rührt von dem weiten Weg her, den ein Reiter oder Reisender vom letzten größeren Ort auf der Reise nach Frankreich urücklegen musste. Eine ganz lange Meile war es, bis man sich hier auf einem runden Stein mit eingemeisseltem "L" niederlassen konnte. dieser Meilenstein ziert heute noch das Wappen der Langmeiler.

Nicht so gut weg kommen da die "Newwwelkappen", denn angeblich wurde in Alsenbrück der Nebel erfunden und hergestellt. Nur die Kirchturmspitze lässt sich von der Ferne aus sehen. Das Wappen ziert allerdings die dreibögige Brücke und das Wappentier mit der Nuss. Die Namensgebenden Erlen (Alsen) sind nicht im Wappen integriert.